Sie kam von weither, aus Stadthagen, Gifhorn, Helmstedt etc. Sie alle verbindet das Bestreben, trauernden Kindern und Jugendlichen in ihrer Region Halt zu geben, ein Refugium, wo sie über ihre Trauer sprechen können und Verständnis finden. Seit dem Corona-Lockdown hatten sich die niedersächsischen Trauerbegleiter bestenfalls nur noch online ausgetauscht, nun kamen sie endlich wieder zusammen.
Im Vordergrund stand neben dem näheren Kennenlernen der Austausch über Methoden, Best-Practices, aber auch über Organisationsfragen. Schnell zeigte sich, dass an jedem Ort zwar ähnlich gearbeite wird, es im Detail aber auch viele gute Ansätze gibt, die auch für die übrigen Teilnehmenden von großem, inspirierendem Interesse sind. Etwa der Einsatz von Handpuppen, denen gegenüber sich Kinder eher öffnen als gegenüber Erwachsenen. Oder der Einsatz von Märchen, die schon unseren Vorfahren geholfen haben, die Sprachlosigkeit über das Thema Tod zu überwinden. 

Allen gemein ist ein unglaubliches Engagement auch der vielen Sponsoren und Ehrenamtlichen, welche die Arbeit der Hauptamtlichen nach Kräften unterstützen. Geld ist überall knapp, denn im Gegensatz zur Sterbebegleitung wird Trauerbegleitung nicht von den Krankenkassen und nur in wenigen Fällen von öffentlichen Institutionen unterstützt. Um so wichtiger ist der gemeinsame Austausch, um voneinander zu lernen. 

