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Den Rücken gestärkt

Wir haben sie nicht gezählt, die hunderte Kinder und Jugendlichen, die wir im Fuchsbau seit 2010 ein Stück weit auf ihrem Weg zurück ins Leben, in eine neue Normalität begleiten durften. Alle hatten einen schlimmen Schicksalsschlag erlitten, haben einen Herzensmenschen verloren. Manche plötzlich und unerwartet, andere nach lange miterlebtem Siechtum.

Im Fuchsbau fanden sie einen geschützten Raum, wo sie ihre Trauer ungehemmt zeigen konnten, wo alle irgendjemanden verloren hatten. Wo man seinem Herzensmenschen eine Kerze anzünden und von ihm erzählen konnte. Dutzende Ehrenamtliche haben sie verständnisvoll auf ihrem Weg begleitet und sich gefreut, wenn sich die Kinder und Jugendlichen irgendwann wieder aus dem Fuchsbau verabschiedeten. Innerlich und äußerlich gewachsen. Manche sind zu Freunden geworden, die sich auch heute noch als junge Erwachsene regelmäßig treffen. Manche schauen nach Jahren im Fuchsbau vorbei und erzählen, wie gut ihnen der Fuchsbau getan hat.

Beim Aufräumen im Lebenshaus haben wir kürzlich diese alten Gruppenkerzen gefunden. Sie brannten immer in der Kreismitte, wenn die Kinder und Jugendlichen im Fuchsbau in den Gruppenstunden waren. Nun sind sie erloschen, denn sie haben ihren Zweck erfüllt. Heute sind es neue Kerzen mit anderen Namen, die in unserer Jurte brennen, denn die Türen des Fuchsbaus sind auch weiterhin für trauernde Kinder und Jugendliche offen.