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Dieser Bereich sammelt Antworten auf Fragen, die viele Betroffene und Angehörige im Zusammenhang mit Trauerbegleitung beschäftigen.

Verstehen, was Trauerbegleitung bedeutet.

Viele Fragen entstehen oft leise – manchmal lange bevor man den Mut findet, Kontakt aufzunehmen. Auf dieser Seite haben wir Antworten auf häufige Fragen rund um Trauerbegleitung gesammelt. Sie finden hier Informationen dazu, an wen Sie sich wenden können, wie eine Begleitung abläuft und wie Sie ihr in seiner Trauer unterstützen können. Ziel ist es, erste Unsicherheiten zu klären und Orientierung zu geben, wobei jeder Trauerfall individuell ist. Am Ende der Seite finden Sie die Möglichkeit, mit uns in Kontakt zu treten, wenn darüber hinaus Fragen offen bleiben oder Sie ein persönliches Gespräch wünschen.

Ja, so viele liebe Menschen, Familien, Vereine, Firmen und Stiftungen unterstützen den Fuchsbau finanziell und materiell, so dass wir Miete, Materialien und auch die Gehälter unserer Hauptamtlichen bezahlen können. Auch unsere Vorstände, die uns den Rücken frei halten, und unsere Ehrenamtlichen, die viel Zeit in Qualifizierungen und die Begleitung der Kinder und Jugendlichen investieren, tun dies ohne Aufwandsentschädigungen. Gerade, wenn Mutter oder Vater und damit oft auch der Ernährer verstorben sind, stürzt das Familien nicht nur in tiefe Trauer, sondern auch in erhebliche finanzielle und organisatorische Probleme. Wie könnte wir es da wagen, nach einer Bezahlung zu fragen?
Fakt ist aber auch, dass Trauerbegleitung keine Kassenleistung ist und wir somit komplett auf Spenden angewiesen sind.

Der Fuchsbau hat einen großen Einzugsbereich in der westlichen Region Hannover – von der Leine im Osten bis zum Steinhuder Meer im Norden kommen Familien zu uns. Aber auch aus dem östlichen Landkreis Schaumburg und dem nördlichen Landkreis Hameln-Pyrmont. Die meisten Familien wohnen allerdings im Stadtgebiet von Barsinghausen und dem Deistervorland. Der grüne Kreis in der Grafik markiert den Hof der Tier-hilft-Mensch-Stiftung in Idensen, auf dem der Fuchsbau auch tiertherapeutische Trauerangebote macht.

Kinder und Jugendliche aus der Stadt Hannover, die einen nahestehenden Angehörigen verloren haben, finden bei Löwenzahn – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V. Unterstützung. Im westlich angrenzenden Schaumburg bietet der Kinderschutzbund in Stadthagen sein Kaleidoskop-Kindertrauerprojekt an. 

Auch in anderen Regionen gibt es richtig gute Initiativen für trauernde Kinder und Jugendliche, etwa die DrachenWelten in Celle, die Schatzkiste in Hameln, das TrauerZentrum in Hildesheim oder das Trauerland in Bremen und Verden. Googeln Sie am besten nach Angeboten in Ihrer Nähe.

So pauschal kann man das nicht bejahen: Viele Kinder sprechen mit ihren Eltern über Trauer – aber es gibt große Unterschiede, wie Kinder Trauer ausdrücken und wann sie sich öffnen:

  • Kinder zeigen Gefühle oft anders als Erwachsene (Stimmungsschwankungen, Rückzug, Albträume, Bauch- oder Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Spiel- oder Schulprobleme).
  • Manche sprechen direkt über den Verlust, andere brauchen Zeit oder drücken sich durch Verhaltensänderungen aus.
  • Sie als Eltern beeinflussen, wie sicher sich ein Kind fühlt, über Trauer zu sprechen. Ein offenes, ruhiges und wertschätzendes Umfeld hilft.

Dennoch kann es in manchen Fällen Monate oder Jahre dauern, bis ein Kind sich seinen Eltern gegenüber öffnet, wohingegen externe Trauerbegleiter eher einen Zugang finden. Auch das ist in Ordnung, denn wenn Mama, Papa, Bruder oder Schwester gestorben sind, stürzt dies das gesamte Familiensystem in eine extreme Krise. Kinder und Jugendliche, die sehen, wie stark ihre Eltern leiden, nehmen sich selbst und ihre Trauerbedürfnisse zurück, um den Rest des Familiensystems, den sie noch haben nicht auch noch zu gefährden.

Im Fuchsbau bieten wir solchen Kindern sowohl in den Einzelbetreuungen als auch in den Gruppen mit ähnlich Betroffenen ein verständnisvolles geschütztes Umfeld, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Hier können sie über ihre Trauer, ihre Ängste und Sorgen reden, ohne befürchten zu müssen, dadurch ihre Angehörigen zu belasten.

Kurz gesagt: In der Regel ist Ehrlichkeit besser als Verschweigen, aber altersgerecht und behutsam. Früher oder später wird das Kind es ohnehin erfahren und es dann als Vertrauensbruch seitens des hinterbliebenen Elternteils empfinden.

Empfehlungen:

  • Seien Sie ehrlich, aber altersangemessen.
  • Vermeiden Sie Details, die das Kind überfordern. Keine grausamen oder expliziten Beschreibungen.
  • Nutzen Sie klare, einfache Sprache und benennen Gefühle: „Ich bin traurig und wütend. Du vielleicht auch.“
  • Bieten Sie Sicherheit und Raum für Fragen: „Möchtest du mir etwas fragen?“ Beantworten Sie Fragen ehrlich, ohne zu überfrachten.
  • Kinder und Jugendliche entwickeln in so einer Situation oftmals belastende Schuldgefühle – sprechen Sie offen darüber und erklären Sie, dass der Verstorbene krank war, aber sich das Kind irgendeine Schuld daran trägt.

Hier fehlt noch Inhalt.

Beerdigungen sind auch für erwachsene Hinterbliebene emotional extrem herausfordernd sein – kein Wunder, dass sie ihre Kinder vor dieser Erfahrung schützen möchten zumal sie glauben, selbst nicht zu einer angemessenen Betreuung ihres Kindes in der Lage zu sein. Doch so wie Abschiedsrituale Erwachsenen helfen, können sie auch Kindern helfen. Erklären Sie ihrem Kind, wie so eine Beerdigung abläuft, beantworten Sie ehrlich alle Fragen und vereinbaren Sie auch, dass ihr Kind jederzeit die Beerdigung verlassen kann wenn es sich unwohl fühlt – vielleicht zusammen mit einer vorher darum gebetenen Tante oder Freundin.

Nehmen Sie sich auch hinterher viel Zeit, um über das Erlebte ins Gespräch zu kommen („Wie ging es Dir dabei?“) und Fragen zu beantworten.

Trauer ist keine Krankheit, sondern ein seit Generationen bewährter heilsamer intuitiver Schutzprozess. Es ist völlig normal, wenn Kinder und Jugendliche nach dem Verlust eines Herzensmenschen über Wochen und Monate folgende Trauer-Symptome zeigen:

  • Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, Reizbarkeit
  • Rückzug, weniger Interesse an gewohnten Aktivitäten
  • Schlaf- oder Essstörungen (veränderte Schlafdauer, Albträume, Appetitänderungen)
  • Tränen, Sehnsucht nach der Bezugsperson, häufiges Erinnern an den Verstorbenen
  • Vorübergehende Konzentrations- oder Schulprobleme
  • Bedürfnis nach Trost und Nähe zu vertrauten Personen
  • Rituale oder Spiel-/Zeichengebrauch, um Gefühle auszudrücken
  • Sätze wie „Ich vermisse ihn“, „Er kommt vielleicht zurück“ (realistische oder phantasievolle Trauer)

Hinweise auf akute oder ernsthafte Probleme (dringender Handlungsbedarf)

  • Anhaltender starker Rückzug, wiederkehrende extreme Trauer, die das Kind kaum noch an Gespräche oder Aktivitäten teilnehmen lässt
  • Suizidgedanken, Selbstverletzungen
  • Sehr wütendes, aggressives oder selbstschädigendes Verhalten, das Tagen oder Wochen anhält
  • Deutlich anhaltende Angst (reaktives Vermeiden voIn letztn Schule, Orten, Menschen) oder Panikattacken
  • Appetit- oder Schlafprobleme über Wochen hinweg, extreme Erschöpfung
  • Fortdauernde Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, die das Kind stark belasten (z. B. „Ich bin schuld“)
  • Trotz Unterstützung stark abfallende schulische Leistung
  • Schwierigkeiten, im täglichen Leben zu funktionieren (z. B. sich nicht mehr versorgen können, kein Interesse mehr an Freundschaften, Körperhygiene etc. )
  • Anzeichen von Traumata (Flashbacks, intensiver Schreck, Vermeidung bestimmter Orte/Personen)

In letztgenannten Fällen sollten therapeutische Experten wie Kinderpsychologen, Schulpsychologen oder ausgebildete Trauerbegleiter konsultiert werden.

Bei aktuen Gefährdungen oder Suizidgefahr zögern Sie nicht, über die Notfallnummer 112 Hilfe zu holen oder die Kinder- und Jugendpsychiatrische Notfallambulanzen in der Region Hannover zu besuchen. Es gibt drei Kinder- und Jugendpsychiatrische Kliniken, die abhängig vom Wohnort zuständig sind:

  • Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der KRH-Psychiatrie Wunstorf
    Kontakt: Südstraße 25, 31515 Wunstorf, Tel.: 05031-931661
    Zuständigkeit: Neustadt am Rübenberge, Wedemark, Wunstorf, Garbsen, Barsinghausen, Seelze, Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg.
  • Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, und -psychosomatik am Kinder- und Jugendkrankenhaus auf der Bult in Hannover.
    Kontakt: Janusz-Korczak-Allee 12,30173 Hannover, Tel.: 0511 8115 – 0
    Zuständigkeit: Burgwedel, Langenhagen, Isernhagen und Hannover.
  • Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am AMEOS Klinikum in Hildesheim
    Kontakt: Goslarsche Landstraße 60, 31135 Hildesheim, Tel.: 05121- 1031
    Zuständigkeit: Burgdorf, Uetze, Lehrte, Sehnde, Hemmingen, Laatzen, Springe und Pattensen

In der Tat, wenn Sie sich um ihr Kind sorgen weil sie ihren Partner verloren haben, sind Sie in der Regel sehr viel jünger als die Teilnehmenden in klassischen Trauergruppen. Im Fuchsbau schauen wir auf das gesamte Familiensystem und fördern den Austausch unter ähnlich Betroffenen. Betreut werden Sie dabei von speziell ausgebildeten Fuchsbau-Ehrenamtlichen, die zum Teil vor Jahren ein ähnliches Schicksal hatten wie Sie heute. Gemeinsam sprechen sie in einer kleinen Gruppe über ihre Ängste und Sorgen, über ihre Gefühle und was Ihnen hilft, über ihre Nöte als plötzlich Alleinerziehende oder über hilfreiche Hinweise im Umgang mit Nachlassgerichten oder der Beantragung von Witwenrenten.

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie Interesse an einer solchen Trauergruppe haben!

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Ja, so viele liebe Menschen, Familien, Vereine, Firmen und Stiftungen unterstützen den Fuchsbau finanziell und materiell, so dass wir Miete, Materialien und auch die Gehälter unserer Hauptamtlichen bezahlen können. Auch unsere Vorstände, die uns den Rücken frei halten, und unsere Ehrenamtlichen, die viel Zeit in Qualifizierungen und die Begleitung der Kinder und Jugendlichen investieren, tun dies ohne Aufwandsentschädigungen. Gerade, wenn Mutter oder Vater und damit oft auch der Ernährer verstorben sind, stürzt das Familien nicht nur in tiefe Trauer, sondern auch in erhebliche finanzielle und organisatorische Probleme. Wie könnte wir es da wagen, nach einer Bezahlung zu fragen?
Fakt ist aber auch, dass Trauerbegleitung keine Kassenleistung ist und wir somit komplett auf Spenden angewiesen sind.

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Mit Ihrer Spende drücken sie Ihre Wertschätzung für unsere Trauerarbeit aus und machen sie überhaupt erst möglich. Denn wir bekommen keinerlei öffentliche Unterstützung und auch kein Geld von den Krankenkassen wie zum Beispiel Hospize. Wenn Sie überlegen, uns mit einer Spende zu begünstigen oder eine Spendenaktion für den Fuchsbau planen, kontaktieren Sie bitte unsere Schatzmeisterin Beate Schwarm über schatzkammer@trauerfuchsbau.de. Folgende Möglichkeiten gibt es zum Beispiel:

Mitgliedschaft im Fuchsbau
Als Mitglied zahlen Sie einen frei gewählten Jahresbeitrag ab 60 Euro. Übrigens sind auch alle unsere Ehrenamtlichen Mitglieder, zahlen also dafür, sich für die trauernden Kinder und Jugendlichen engagieren zu dürfen. Großartig, oder? Hier können Sie das Mitgliedsformular herunterladen.

Einzelspende
Sie möchten einmalig spenden? Toll! Wenn Sie das Geld auf unser Konto (s.u.) überweisen, können Sie Beträge bis 300 Euro direkt beim Finanzamt absetzen. Für größere Summen stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Sie können über diesen Link auch per Paypal spenden. Von Einzelspenden machen auch Firmen Gebrauch, etwa, indem sie statt eine große Weihnachtsfeier auszurichten an den Fuchsbau spenden.

Sammelbox
Sie haben einen Laden, eine Apotheke etc.? Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenbox und Fuchsbau-Flyer zur Verfügung, in die Ihre Kunden z.B. das Wechselgeld spenden können.

Anlassspende
Es gibt einen Grund zum Feiern, wobei Sie eigentlich wunschlos glücklich sind und Ihren Geburtstag oder Ihr Jubiläum zum Anlass nehmen wollen, Gutes zu tun? Wie schön! Geben Sie uns kurz Bescheid, was Sie planen und die Details besprechen. Dann haben Sie zwei Möglichkeiten:
Geldgeschenk direkt auf Ihrer Feier: Sie bitten Ihre Gäste in der Einladung, dass Sie sich statt Blumen oder Geschenken über Geld für den Fuchsbau freuen, sammeln das Geld ein, überweisen es an uns und erhalten dafür eine Spendenbescheinigung.
Ihre Gäste überweisen direkt an den Fuchsbau: Sie bitten Ihre Gäste um eine Spendenüberweisung zugunsten des Fuchsbaus. Z.B.: „Anstelle von Geschenken wünsche ich mir eine Spende zugunsten des „Fuchsbaus – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche eV“. Bitte gebt bei Eurer Überweisung das Stichwort „Spende für [Vorname Nachname] an“. Die Bankverbindung lautet:
FUCHSBAU – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche eV
IBAN: DE08 2519 0001 0410 7896 00
Bank: Hannoversche Volksbank eG
Sie erhalten dann von uns eine Übersicht, wer gespendet hat sowie die Gesamtsumme. Aus Datenschutzgründen dürfen wir (wie alle Wohltätigkeitsorganisationen) die Höhe der Einzelspenden leider nicht mitteilen.
Neben dem freudigen Anlass kann ebenso auch ein Trauerfall der Anlass sein, wie oben geschildert statt Blumen um Geld oder eine Spende zugunsten des Fuchsbaus zu bitten.

Testamentsspende: Sie haben keine Nachkommen und möchten über Ihren Tod hinaus Gutes bewirken? Dann haben Sie zu Lebzeiten die Möglichkeit, in Ihrem Testament wohltätige Organisationen als Erben festzulegen oder Ihr Vermächtnis auf mehrere Organisationen aufzuteilen. Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie gerne und zeigen Ihnen wie und wo wir Ihr Vermächtnis einsetzen werden.

Unser Büro ist nicht ständig besetzt und wenn wir Einzel- oder Gruppentermine haben, können wir auch nicht an die Tür kommen. Doch wenn Sie vorher einen Termin im Fuchsbau vereinbart haben, können Sie uns auf vielfältige Weise erreichen:

Mit Auto oder dem Fahrrad fahren Sie die Hinterkampstraße in 3090 Barsinghausen hoch, bis links das rote Lebenshaus (Nr. 14) auftaucht. Geparkt werden kann auf der Straße, für Radfahrer gibt es einen Fahrradständer links vor dem Haus. Links neben dem Haus ist auch unsere Rollstuhl-Rampe.

Zu Fuß gehen Sie vom Bahnhof kommend die Bahnhofstraße bergauf, bis links die Langenkampstr. abzweigt. An der nächsten Kreuzung gehen Sie rechts noch 100 m bergauf, dann stehen Sie schon vor dem Lebenshaus.

Fuchsbau – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche e.V.
Hinterkampstr. 14
30890 Barsinghausen

Kontakt aufnehmen

Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung suchen oder unsicher sind, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Ein erstes Gespräch dient der Orientierung, ist unverbindlich und vertraulich. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und gehen die nächsten Schritte gemeinsam.

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