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Ein Ort, an dem Trauer Raum bekommt.
Damit Kinder, Jugendliche und ihre Familien nicht allein bleiben müssen.

Unterstützung finden nach einem schweren Verlust

Der Tod eines nahestehenden Menschen stellt das Leben auf den Kopf – besonders dann, wenn Kinder oder Jugendliche betroffen sind. Trauer zeigt sich auf viele unterschiedliche Weisen und braucht Zeit, Verständnis und verlässliche Begleitung. Der Fuchsbau in Barsinghausen bietet das Umfeld, in dem junge Menschen und ihr Umfeld offene Arme und Ohren finden um ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden.

Angebote für Kinder, Jugendliche und ihr Umfeld

Einzelbegleitungen für Kinder und Jugendliche

In der Einzelbegleitung erhalten Kinder und Jugendliche nach dem Tod eines ihnen sehr nahestehenden Menschen einen geschützten Raum, in dem sie ihre Trauer in ihrem eigenen Tempo ausleben und zeigen dürfen. Im vertrauensvollen Kontakt mit einer festen Bezugsperson finden Gefühle, Gedanken und Fragen Platz und werden achtsam begleitet. Wenn sie nach einiger Zeit stabilisiert sind, können sie in eine unserer Trauergruppen wechseln.

Trauergruppen für Kinder und Jugendliche

In der Gruppenbegleitung erleben Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 20 Jahren Gemeinschaft mit anderen, die ebenfalls einen geliebten Menschen verloren haben. Sie erleben, dass sie im Fuchsbau mit ihrem Schicksal nicht allein sind. Hier finden sie den Raum, um über Gefühle zu sprechen, gemeinsame Rituale zu entwickeln, aber auch zum Spielen und Lachen. Der offene Austausch mit Gleichaltrigen kann entlasten, verbinden und zeigen, dass Trauer viele Formen hat und nicht allein getragen werden muss. Und dass niemand sich für seine Tränen schämen muss.

Unsere Gruppen:

Unser Angebot startet für die Minis, wenn sie ab etwa fünf Jahren ein Todesverständnis entwickelt haben. In dieser Gruppe geht es spielerisch und mit viel Kreativität zu. Es wird gemalt, gebastelt, verkleidet, Geschichten im Snoezelenraum gehört oder die Beerdigung mit Legosteinen nachgespielt. Schmerz, Wut, Sehnsucht und Verzweiflung dürfen sein genauso wie nach jeder Trauerpfütze auch Lachen und Toben.

Schulkinder interessieren sich nun auch für die biologischen Aspekte des Sterbens. Sie haben viele Fragen, auf die sie oftmals von Erwachsenen keine Antworten bekommen. Wir nehmen sie ernst und sprechen auch über Sorgen und Ängste.

Unsere altersgemischte Gruppe. Wenn das Familiensystem aus den Fugen geraten ist, ist es für Geschwister wichtig, gemeinsam durch diese schwere Zeit zu gehen. Und es gibt auch einen ganz pragmatischen Grund: Ihre Mama oder ihr Papa sind durch den Verlust ihres Partners zwangsweise alleinerziehend und könnten es oft logistisch und betreuungstechnisch gar nicht organisieren, für unterschiedliche Gruppentermine jeweils mit nur einem Kind nach Barsinghausen zu kommen.

Der Tod eines geliebten Menschen verstärkt den Druck, dem sich Teenager sowieso schon ausgesetzt fühlen. Der Tod verstärkt den auf ihnen lastenden Druck in einer Lebensphase, wo wie ohnehin besonders verletzlich sind. Wenn sie ein Elternteil verlieren, übernehmen sie oft dessen Rolle in Haushalt und Familie und vernachlässigen ihre eigene Entwicklung. Im Fuchsbau lernen sie ihre Trauer auszuleben und mit Gleichaltrigen sowie den erwachsenen Betreuern über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen, für die sie in ihrem normalen Umfeld oft kein Verständnis finden. Ja, und manchmal brauchen sie auch einfach ein offenes Ohr bei der ersten Liebe oder der Entscheidung für eine Ausbildung etc. wenn die Mama oder der Papa nicht mehr da ist.

Beratung und Schulungen für Eltern und Fachkräfte

Eltern, Angehörige sowie Erzieher*innen und Lehrkräfte aus der Region können sich mit Fragen und Unsicherheiten an uns wenden. In Gesprächen geben wir Orientierung und Unterstützung, um trauernde Kinder und Jugendliche im Alltag verständnisvoll begleiten zu können.
Darüber hinaus bieten wir auch (kostenpflichtige) Schulungen zur Qualifizierung ganzer Kollegien in KiTas und Schulen im Umgang mit Kinder- und Jugendtrauer an: 

Wie können trauernde Kinder und Jugendliche in der KiTa, der Grundschule und weiterführenden Schule gut begleitet werden?

Der Verlust eines nahen Angehörigen bringt die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ins Wanken. Zu Hause ist nichts mehr, wie es war und was bedeutet das für die KiTa und die Schule? Wie können Erzieher*innen und Lehrer*innen im Trauerprozess Unterstützung bieten und auf Fragen, Ängste und Bedürfnisse eingehen? Dafür braucht es eine gefestigte innere Haltung und ein wenig Handwerkszeug. Ziel des Workshops ist es, Hintergrundwissen und kreative praxisnahe Zugänge zur Thematik zu vermitteln. Er kann als Inhouse-Schulung durchgeführt und in Bezug auf Umfang und Dauer auf die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung zugeschnitten werden.

Workshopleitung: Andrea Meyer, Germanistin/Pädagogin M.A., Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche nach BVT Deutschland, ehrenamtliche Begleiterin im Fuchsbau seit 2017)

Anfragen bitte an: kontakt@trauerfuchsbau.de

Ein Bilderbuch-Workshop für Eltern, Großeltern, pädagogisch Tätige und sonstige Interessierte

Kleine und große Verluste gehören zum Alltag von Kindern dazu: Das Haustier stirbt, die Freundin zieht weg, die Eltern trennen sich, ein Familienmitglied ist schwer krank, der Abschied vom Kindergarten steht an… Auf einmal gibt es viele Fragen und das Antworten fällt oft schwer. Denn eigentlich möchten wir Kinder vor diesem schweren Thema gerne bewahren. Als Erwachsene wissen wir zwar, dass Tod und Abschied zum Leben dazugehören, und doch ist es gar nicht so leicht, sich den Fragen zu stellen, ohne auszuweichen und zu vertrösten.

Wie das geht, zeigen uns Bilderbücher auf kreative, anrührende und manchmal sogar humorvolle Weise. Sie bieten auch für Erwachsene einen guten Einstieg, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, um für das Gespräch mit Kindern gewappnet zu sein.

Dieser Workshop bietet Einblick in das Thema Kindertrauer. Es werden empfehlenswerte Bücher vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, sich auszutauschen und Fragen zu stellen.

Workshopleitung: Andrea Meyer, Germanistin/Pädagogin M.A., Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche nach BVT Deutschland, ehrenamtliche Begleiterin im Fuchsbau seit 2017)

Anfragen bitte an: kontakt@trauerfuchsbau.de 

Einblicke in die Trauerbegleitung

In diesen Videos spricht Jörn, Trauerbegleiter im Fuchsbau, über seine Erfahrungen in der Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher. Er gibt Einblicke in seine Arbeit, beschreibt typische Fragen und Unsicherheiten und erklärt, was Kinder in ihrer Trauer besonders brauchen: Zeit, Verständnis und eine verlässliche Beziehung.

Dr. Gaby Neuber

Die promovierte Biologin mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit ist ausgebildete Trauerbegleiterin nach BVT und Fachkraft für tiergestützte Intervention – manchmal auch unterstützt von ihrem Hund “Angel”. Sie leitet das Fuchsbauteam. 

Klaus Minkner

Als Diplom-Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge, systemischer Coach und Leiter eines gemeinnützigen ambulanten Beratungsunternehmens für Eltern und Kinder mit psychischen Problemen hat er hunderten Familien in Krisensituationen beigestanden. Neben seiner Arbeit im Fuchsbau absolviert er momentan eine Fachausbildung zum Kinder- und Jugendtrauerbegleiter nach BVT.

Charlotte Wallenstein

Die Phyisotherapeutin und Sonderschulpädagogin hat ihre Ausbildung zur Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin mit besonderem Schwerpunkt auf Kreativität absolviert.

Unsere Ehrenamtlichen

Daneben engagieren sich im Fuchsbau etwa zwei Dutzend tolle Ehrenamtliche mit viel Herz und Empathie. Manche sind schon seit mehr als 10 Jahren dabei, andere haben gerade erst ihre ersten vier Schulungsmodule absolviert. Aber alle bringen sich mit ganz unterschiedlichen Qualitäten und Erfahrungen zum Wohle unserer kleinen Gäste ein – von pensionierten Kinderpsychologen bis hin zur Spezialistin für intuitives heilsames Malen. 
Haupt- und Ehrenamtliche gestalten zusammen die Gruppenstunden. Die Hauptamtlichen und manche besonders qualifizierte Ehrenamtliche führen auch Einzelgespräche oder bieten Schulungen zum Thema Kinder- und Jugendtrauer für die Kollegien von Schulen und Kindergärten an.
Alle unsere Haupt- und Ehrenamtlichen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht. 

Kontakt aufnehmen

Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung suchen oder unsicher sind, welches Angebot passend sein könnte, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Ein erstes Gespräch dient der Orientierung, ist unverbindlich und vertraulich. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und gehen die nächsten Schritte gemeinsam.

Was erwartet Sie, wenn Sie uns kontaktieren?

Erstkontakt per Telefon

Nach der Kontaktaufnahme über 0173 – 73 63 533 oder kontakt@trauerfuchsbau.de klären wir in einem Telefonat mit dem oder den Erziehungsberechtigten die Hintergründe. Wer ist gestorben? Unter welchen Umständen? Wie sind die Auswirkungen auf das Familiensystem? Welche besondere Beziehung hatte das Kind zum Verstorbenen? Wie bringt es seine Trauer zum Ausdruck?
In vielen Fällen zeigt sich im Vorgespräch, dass trauernde Kinder intuitiv das Richtige tun, ihre Erziehungsberechtigten jedoch in der Trauersituation verunsichert sind und sicher gehen wollen, dass es dem Kind unter den gegebenen Trauer-Umständen bestmöglich geht. Trauer ist ja keine Krankheit, sondern eine natürliche psychische Bewältigungsstrategie, um nach einem schweren Verlust irgendwann wieder nach vorne schauen zu können. Daher gibt es auch kein “Schema F” in der Trauer. Gemeinsam finden wir individuelle Wege. Dank unserer vielen Spenderinnen und Spender ist unser Hilfsangebot für Trauernde kostenlos.  

Persönliches Erstgespräch für Erziehungsberechtigte

Der oder die Erziehungsberechtigten kommen zu einem Beratungsgespräch in den Fuchsbau. Verständnisvolle Trauerbegleiter führen sie durch die Räumlichkeiten und entwickeln gemeinsam mit ihnen einen Plan, wie das oder die trauernden Kinder am besten unterstützt werden können – sei es zunächst in der Einzelbetreuung oder in den Gruppen. Sei es in einer Gruppe mit Gleichaltrigen oder besser in der Geschwistergruppe.

Kennenlernen des Fuchsbaus durch das Kind / den Jugendlichen

Das trauerende Kind bekommt den Fuchsbau mit all seinen Räumlichkeiten und die Koordinatoren vorgestellt. Es lernt, welche vielfältigen Angebote im Fuchsbau gemacht werden und entscheidet selbst, ob es regelmäßig zu den Einzel- oder Gruppenterminen kommen möchte.

Teilnahme an Einzelgesprächen oder den Gruppen

Der junge Mensch entscheidet auch selbst, wie lange er das Angebot des Fuchsbaus in Anspruch nimmt. Denn es muss sich für ihn in seiner Situation gut anfühlen: Manche verlassen den Fuchsbau gestärkt schon nach ein paar Monaten, manche erst nach ein paar Jahren. Das Fuchsbau-Team freut sich über jedes Kind und jeden Jugendlichen, der irgendwann sagt, dass es ihm wieder besser geht und er uns nicht mehr braucht. Das ist unser Ziel. 

Jederzeit offene Türen

Die Fuchsbau-Türen stehen auch weiterhin jederzeit offen. Sei es in der Gruppe für Junge Erwachsene, sei es, dass jemand nach 5 oder 7 Jahren noch einmal vorbeikommt: vielleicht, weil er einen erneuten Verlust erlitten hat oder vor weitreichenden Lebensentscheidungen steht, bei denen die Mama oder der Papa als vertrauensvoller Berater fehlt.

Kontaktformular

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