Unterstützung finden nach einem schweren Verlust
Der Tod eines nahestehenden Menschen stellt das Leben auf den Kopf – besonders dann, wenn Kinder oder Jugendliche betroffen sind. Trauer zeigt sich auf viele unterschiedliche Weisen und braucht Zeit, Verständnis und verlässliche Begleitung. Der Fuchsbau in Barsinghausen bietet das Umfeld, in dem junge Menschen und ihr Umfeld offene Arme und Ohren finden um ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden.
Angebote für Kinder, Jugendliche und ihr Umfeld
Einblicke in die Trauerbegleitung
In diesen Videos spricht Jörn, Trauerbegleiter im Fuchsbau, über seine Erfahrungen in der Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher. Er gibt Einblicke in seine Arbeit, beschreibt typische Fragen und Unsicherheiten und erklärt, was Kinder in ihrer Trauer besonders brauchen: Zeit, Verständnis und eine verlässliche Beziehung.

Dr. Gaby Neuber
Die promovierte Biologin mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit ist ausgebildete Trauerbegleiterin nach BVT und Fachkraft für tiergestützte Intervention – manchmal auch unterstützt von ihrem Hund “Angel”. Sie leitet das Fuchsbauteam.

Klaus Minkner
Als Diplom-Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge, systemischer Coach und Leiter eines gemeinnützigen ambulanten Beratungsunternehmens für Eltern und Kinder mit psychischen Problemen hat er hunderten Familien in Krisensituationen beigestanden. Neben seiner Arbeit im Fuchsbau absolviert er momentan eine Fachausbildung zum Kinder- und Jugendtrauerbegleiter nach BVT.

Charlotte Wallenstein
Die Phyisotherapeutin und Sonderschulpädagogin hat ihre Ausbildung zur Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin mit besonderem Schwerpunkt auf Kreativität absolviert.
Unsere Ehrenamtlichen
Daneben engagieren sich im Fuchsbau etwa zwei Dutzend tolle Ehrenamtliche mit viel Herz und Empathie. Manche sind schon seit mehr als 10 Jahren dabei, andere haben gerade erst ihre ersten vier Schulungsmodule absolviert. Aber alle bringen sich mit ganz unterschiedlichen Qualitäten und Erfahrungen zum Wohle unserer kleinen Gäste ein – von pensionierten Kinderpsychologen bis hin zur Spezialistin für intuitives heilsames Malen.
Haupt- und Ehrenamtliche gestalten zusammen die Gruppenstunden. Die Hauptamtlichen und manche besonders qualifizierte Ehrenamtliche führen auch Einzelgespräche oder bieten Schulungen zum Thema Kinder- und Jugendtrauer für die Kollegien von Schulen und Kindergärten an.
Alle unsere Haupt- und Ehrenamtlichen unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Kontakt aufnehmen
Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung suchen oder unsicher sind, welches Angebot passend sein könnte, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Ein erstes Gespräch dient der Orientierung, ist unverbindlich und vertraulich. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen und gehen die nächsten Schritte gemeinsam.
Was erwartet Sie, wenn Sie uns kontaktieren?
Erstkontakt per Telefon
Nach der Kontaktaufnahme über 0173 – 73 63 533 oder kontakt@trauerfuchsbau.de klären wir in einem Telefonat mit dem oder den Erziehungsberechtigten die Hintergründe. Wer ist gestorben? Unter welchen Umständen? Wie sind die Auswirkungen auf das Familiensystem? Welche besondere Beziehung hatte das Kind zum Verstorbenen? Wie bringt es seine Trauer zum Ausdruck?
In vielen Fällen zeigt sich im Vorgespräch, dass trauernde Kinder intuitiv das Richtige tun, ihre Erziehungsberechtigten jedoch in der Trauersituation verunsichert sind und sicher gehen wollen, dass es dem Kind unter den gegebenen Trauer-Umständen bestmöglich geht. Trauer ist ja keine Krankheit, sondern eine natürliche psychische Bewältigungsstrategie, um nach einem schweren Verlust irgendwann wieder nach vorne schauen zu können. Daher gibt es auch kein “Schema F” in der Trauer. Gemeinsam finden wir individuelle Wege. Dank unserer vielen Spenderinnen und Spender ist unser Hilfsangebot für Trauernde kostenlos.
Persönliches Erstgespräch für Erziehungsberechtigte
Der oder die Erziehungsberechtigten kommen zu einem Beratungsgespräch in den Fuchsbau. Verständnisvolle Trauerbegleiter führen sie durch die Räumlichkeiten und entwickeln gemeinsam mit ihnen einen Plan, wie das oder die trauernden Kinder am besten unterstützt werden können – sei es zunächst in der Einzelbetreuung oder in den Gruppen. Sei es in einer Gruppe mit Gleichaltrigen oder besser in der Geschwistergruppe.
Kennenlernen des Fuchsbaus durch das Kind / den Jugendlichen
Das trauerende Kind bekommt den Fuchsbau mit all seinen Räumlichkeiten und die Koordinatoren vorgestellt. Es lernt, welche vielfältigen Angebote im Fuchsbau gemacht werden und entscheidet selbst, ob es regelmäßig zu den Einzel- oder Gruppenterminen kommen möchte.
Teilnahme an Einzelgesprächen oder den Gruppen
Der junge Mensch entscheidet auch selbst, wie lange er das Angebot des Fuchsbaus in Anspruch nimmt. Denn es muss sich für ihn in seiner Situation gut anfühlen: Manche verlassen den Fuchsbau gestärkt schon nach ein paar Monaten, manche erst nach ein paar Jahren. Das Fuchsbau-Team freut sich über jedes Kind und jeden Jugendlichen, der irgendwann sagt, dass es ihm wieder besser geht und er uns nicht mehr braucht. Das ist unser Ziel.
Jederzeit offene Türen
Die Fuchsbau-Türen stehen auch weiterhin jederzeit offen. Sei es in der Gruppe für Junge Erwachsene, sei es, dass jemand nach 5 oder 7 Jahren noch einmal vorbeikommt: vielleicht, weil er einen erneuten Verlust erlitten hat oder vor weitreichenden Lebensentscheidungen steht, bei denen die Mama oder der Papa als vertrauensvoller Berater fehlt.

